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18.01.2010 << zurueck
 
Zehn Jahre Winterdienst im BHD / MR Steinfurt-Bentheim

 „Jedes unserer 60 Objekte ist anders und jeder Kunde hat spezielle Wünsche an den Winterdienst“, weiß MR-Mitarbeiter Daniel Kiehnel zu berichten. Trotz der anhaltend winterlichen Witterung gäbe es kaum Beschwerden, so der Winterdienst-Fachmann weiter. „Die Bauern sind eigenverantwortliches Arbeiten gewohnt und stellen sich vorbildlich auf die Wünsche unserer Kunden ein. Der lukrative Zuerwerb in den Wintermonaten erleichtert den MR-Mitgliedern die Einsätze zu oft nächtlicher Stunde.“

 Schlepper mit Räumschild
Schnell am Einsatzort
„Moderne Schlepper sind heute für hohe Geschwindigkeiten auf der Straße gebaut, so dass unsere Landwirte schnell am Einsatzort sind“, beschreibt MR-Geschäftsführer Hans-Georg Guhle einen entscheidenden Konkurrenzvorteil des MR-Winterdienstes. Hinzu komme, dass fast immer ein MR-Mitglied in der Nähe des Objektes für den Winterdienst gewonnen werden könne.
Auf den Freiflächen von Lagerhäusern, Baumärkten, Logistikzentren und Einzelhandelsketten und öffentlichen Liegenschaften sind etwa 25 MR-Mitglieder im Einsatz. Die Universität und die Fachhochschule Münster zählen zu den bekanntesten Kunden der MR Tochter NLF GmbH. Die Landwirte werden abhängig von den Vertragsbedingungen mit den Kunden über eine Einsatzpauschale oder nach geleisteten Arbeitsstunden entlohnt.
 
Um Mitternacht beginnt oft der Arbeitstag
Insgesamt sei gerade in diesem schneereichen Winter die Flexibilität der Landwirte wichtig. Im Notfall kommen zwei sogenannte „Springer“ im Einsatz, die bei Zeitverzug unterstützen können. Auch landwirtschaftliche Lohnunternehmer werden dort eingesetzt, wo kein geeigneter Landwirt gefunden werden kann.
In der Regel müsse erst nach Ende eines Schneefallereignisses mit dem Winterdienst begonnen werden, erklärt Daniel Kiehnel den Ablauf. Bei anhaltendem Schneefall sei es allerdings gut, beispielsweise am Sonntag anzufangen, um am Montagmorgen sicher fertig zu sein. Bei großen Flächen beginne der Einsatz nicht selten bereits um Mitternacht, so Daniel Kiehnel weiter. Die Einzelheiten der Abwicklung werden in Absprachen mit dem Kunden festgelegt und sind für öffentliche Flächen in den Satzungen der Gemeinden geregelt.
 
Versicherung und Technik vom Maschinenring
Der Maschinenring hält seine Mitglieder von Schadenersatzansprüchen aus der Winterdiensttätigkeit frei. Personen-, Vermögens- und Sachschäden sind durch eine Haftpflichtpolice der NLF GmbH versichert, sobald der Landwirt im Winterdienst tätig wird.
Besonders für die großen Objekte werden sieben Mietschlepper ausgerüstet mit 3 m breiten Räumschilden und Taumittelstreuern von der Tochtergesellschaft des Maschinenrings zur Verfügung gestellt. Andere Landwirte nutzen eigene Schlepper und oft auch eigene Räum- und Streutechnik.
 
Streusalz ausverkauft
Die Maschinenring-Tochter kauft Streu- und Taumittel gesammelt für alle Mitglieder im Winterdienst ein. Zu Beginn des Winters kostete Streusalz noch 70 bis 90 € je Tonne. Heute sind die Lager der Winterdienste und Straßenmeiereien „leergefegt“. Man zahle heute für Streusalz zwischen 160 und 250 €, wenn man überhaupt noch etwas bekomme, erklärt Daniel Kiehnel. Die Winterdienste müssen wegen des Lieferengpasses für Streusalz auf Kainit als Taumittel ausweichen, das in der Landwirtschaft auch als Düngemittel eingesetzt wird. Das Kalisalz wirke etwas langsamer als das übliche Streusalz, die Wirkung halte dafür aber länger an. Als reines Naturprodukt sei das originäre Düngesalz auch für die Umwelt unbedenklich, ergab eine Recherche des MR-Mitarbeiters. „Natürlich stellen wir uns auch auf Sonderwünsche unserer Kunden ein und streuen Sand und Splitt statt Salz“, betont Daniel Kiehnel.(Buchholtz)
 
 
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