Betriebshelfer sind „Allround-Spezialisten“
Die meisten Betriebshelfer und Landfrauenvertreterinnen sind Spezialisten durch die Erfahrungen vom eigenen Betrieb. Die BHD/MR organisieren Fortbildungen intern, auf Landesebene oder in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer, um das Wissen zu erweitern. So können Spezialisten für Schweinemast oder Sauenhaltung mit gutem Erfolg auch in Milchvieh-Betrieben eingesetzt werden. Das vereinfacht die Einsatzplanung und ermöglicht eine bessere Auslastung der Betriebshelfer.

Die Betriebshilfsdienste und Maschinenringe (BHD/MR) in Westfalen- Lippe können zurzeit etwa 250 versicherungspflichtig angestellte Betriebshelfer vermitteln. Zwei Drittel arbeiten Vollzeit, ein Drittel sind Junglandwirte in Teilzeit, die den elterlichen Betrieb übernehmen wollen. Hinzu kommen noch gut 150 nebenberufliche Kräfte. Ist trotzdem einmal Not am Mann oder der Frau, dann bewährt sich die gute Nachbarschaft zu den umliegenden Betriebshilfsdiensten durch Austausch von Helferinnen und Helfern.
90 % soziale Einsätze
Nebenberufliche Betriebshelfer sind allgemein schwer zu finden. Die Nachfrage nach Urlaubsvertretungen und anderen wirtschaftlichen Einsätzen ist da, aber soziale Einsätze haben generell Vorrang.
Langfristige Verträge des Kuratoriums für BHD/MR in Westfalen- Lippe e.V. mit den Sozialversicherungsträgern schaffen seit 1972 eine stabile finanzielle Grundlage für die sozialen Einsätze. Die Bedeutung der landwirtschaftlichen Sozialversicherungsträger als Kostenträger für Betriebs- und Haushaltshilfe nimmt immer mehr ab. Inzwischen werden viele Einsätze über andere Krankenkassen abgerechnet. |