{"id":3532,"date":"2024-01-29T11:53:03","date_gmt":"2024-01-29T09:53:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bhd-mr-westfalen.de\/olpe\/erneuerbare-energie-hoch-im-kurs\/"},"modified":"2024-05-14T15:05:42","modified_gmt":"2024-05-14T13:05:42","slug":"erneuerbare-energie-hoch-im-kurs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bhd-mr-westfalen.de\/olpe\/erneuerbare-energie-hoch-im-kurs\/","title":{"rendered":"Erneuerbare Energie hoch im Kurs"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"3532\" class=\"elementor elementor-3532\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-17700909 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"17700909\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-2f44ba0 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"2f44ba0\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Neues Jahr, neue Chancen, neue Gesch\u00e4ftsfelder. Viele Landwirte nutzen den Jahreswechsel zum Nachdenken: Ist mein Betrieb f\u00fcr die Zukunft gut ger\u00fcstet? Wie kann ich k\u00fcnftig die Wertsch\u00f6pfung meines Hofs steigern? Auf diese Fragen gibt es nicht nur eine Antwort \u2013 denn der Strukturwandel und die Diversifizierung der landwirtschaftlichen Betriebe werden nach Expertenmeinung weiter voranschreiten.<\/p><p>Schon heute ist Diversifizierung f\u00fcr viele Betriebe in Deutschland Realit\u00e4t. Deutlich erkennbar ist die dominierende Rolle der Energieerzeugung in der Landwirtschaft \u2013 sei es Photovoltaik, Wasserkraft, Biogas oder der Verkauf von Hackschnitzeln.<\/p><p>Konkrete Zahlen liegen f\u00fcr das Bundesland Bayern vor: Mehr als 36 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe im Freistaat sind im Energiebereich t\u00e4tig, so Hochrechnungen der Bayerischen Landesanstalt f\u00fcr Landwirtschaft (LfL). Das entspricht 31.000 Betrieben. Damit ist die Energieerzeugung das wichtigste Standbein der Betriebe mit Diversifizierung.<\/p><p>An zweiter Stelle stehen laut LfL-Studie landwirtschaftsnahe Dienstleistungen wie Winterdienst, Landschaftspflege oder Kehrarbeiten, mit mehr als 14 Prozent aller Betriebe. Und \u00fcber zehn Prozent der befragten Landwirtinnen und Landwirte gaben an, Direktvermarktung oder Hofgastronomie anzubieten. Die Studie von 2021 zeigt auch, dass rund ein Drittel der H\u00f6fe mehr als einen Betriebszweig neben der Landwirtschaft haben.<\/p><h3>\u201eEs gibt nicht mehr die eine Landwirtschaft\u201c<\/h3><p><em>\u201eEs gibt nicht mehr die eine Landwirtschaft. Das war vielleicht fr\u00fcher so, aber diese Zeiten sind vorbei. Die Landwirtschaft geht immer weiter in Richtung klassisches Unternehmertum, die eigenen Produktionskosten im Blick zu haben, wird zunehmend wichtiger\u201d<\/em>, sagt Dr. Michael Mederle, Leiter Agrar und Beratung im Kuratorium Bayerischer Maschinen- und Betriebshilfsringe. Der Strukturwandel werde die Landwirtschaft weiter ver\u00e4ndern: Die Betriebe w\u00fcrden weniger und gr\u00f6\u00dfer. <em>\u201cDer Strukturwandel wird Betriebe zur\u00fccklassen, f\u00fcr andere Landwirte bietet er aber auch eine Chance<\/em>\u201c, so Mederle.<\/p><p>Die starre Trennung auf der gleichen Fl\u00e4che zwischen der Produktion von Nahrungsmitteln, der Energiegewinnung oder <em>\u201eKlimaleistungen\u201d<\/em> werde sich aufl\u00f6sen, so der Agrarexperte. K\u00fcnftig gebe es auch <em>\u201emehrere Ziele\u201d<\/em> auf einer Fl\u00e4che, etwa eine Kombination aus Photovoltaik und Weidehaltung. Oder eine Mischung aus H\u00fchnerhaltung und dem Anbau von Haseln\u00fcssen \u2013 so wie es Martin Stiegler aus Mittelfranken tut, der Landwirt des Jahres 2023.<\/p><h3>Landwirt wird immer mehr Energiewender<\/h3><p>Wie schon die Hochrechnungen der LfL aus Bayern zeigen, so geht auch Mederle davon aus, dass die Zahl der Landwirte im Energiebereich weiter zunehmen wird. Der Druck auf die Fl\u00e4chen nehme massiv zu, die Zielkonflikte sind enorm. In den vergangenen 20 Jahren h\u00e4tten sich Biogasanlagen durchgesetzt, aber Biomasse sei nur ein Teil des Energiemixes, der f\u00fcr Landwirte interessant werde. <em>\u201eIn der Agri-PV tut sich gerade sehr viel\u201d<\/em>, sagt Mederle.<\/p><p>Auch in der Windkraft stecke Potenzial f\u00fcr Landwirte, meint Marcus Vagt. Er ist Bereichsleiter Energie bei der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG). Die Investitionen von landwirtschaftlichen Betrieben in erneuerbare Energie seien zuletzt wieder gestiegen \u2013 auch politisch sei der Ausbau von regenerativen Energien gewollt. Schlie\u00dflich will man die ehrgeizigen Ausbauziele erreichen.<\/p><p>Inwieweit sich Investitionen in Windkraftanlagen lohnen, <em>\u201eist von weiteren Faktoren, zum Beispiel Standort, regionaler Fl\u00e4chennutzungsplan und von der Eigentumsstruktur, Mieter oder P\u00e4chter, abh\u00e4ngig\u201d<\/em>, so Vagt.<\/p><p>H\u00fcrden f\u00fcr den Bau von Windr\u00e4dern gebe es vor allem im Baurecht, etwa bei den Fl\u00e4chennutzungspl\u00e4nen und darin ausgewiesenen Fl\u00e4chen. <em>\u201eHinzu kommen Anforderungen im Bundesimmissionsschutzgesetz, Naturschutz sowie \u00d6ffentlichkeitsbeteiligungen. Au\u00dferdem kann eine Konkurrenz um Windkraftfl\u00e4chen seitens Grundeigent\u00fcmern und Betreibern bestehen, mit kleinteiligen Eigent\u00fcmer- und Betreiberrechtestrukturen&#8220;<\/em>, so der Energiespezialist. Diese Hindernisse w\u00fcrden die <em>\u201erecht komplexen und zeitaufwendigen Planungs- und Genehmigungsprozesse\u201d<\/em> zus\u00e4tzlich erschweren.<\/p><h3>\u201eDirektvermarkter haben Z\u00fcgel weitgehend selbst in der Hand\u201d<\/h3><p><em>\u201eZumindest bei Photovoltaik besteht aus rechtlicher Sicht derzeit mehr Planungssicherheit als in der klassischen Viehhaltung\u201c<\/em>, sagt Agrarexperte Mederle.<\/p><p><em>\u201eEs ist im Moment schwierig bis unm\u00f6glich, in die Schweinehaltung zu investieren\u201d<\/em>, sagt er. Landwirte, die ihre Vermarktung nicht selbst in der Hand haben, m\u00fcssen die Preise des Weltmarkts akzeptieren. Eigene Mitbestimmung? Fehlanzeige.<\/p><p>Hinzu kommt die Konkurrenz mit Gro\u00dfbetrieben besonders aus Osteuropa, sagt der Agrarprofi. Ein zentraler Hebel in der Au\u00dfenwirtschaft, den Deckungsbeitrag dennoch zu steigern: die Kosten f\u00fcr Maschinen zum Beispiel \u00fcber Kooperationen oder Gemeinschaften senken.<\/p><p>Anders ist die Situation bei Direktvermarktern, sie haben die Z\u00fcgel weitestgehend selbst in der Hand, sagt Mederle. <em>\u201eLandwirte, die in Nischen produzieren, k\u00f6nnen ihre Vermarktung selbst mitbestimmen und gestalten. Dadurch erh\u00f6ht sich die Wertsch\u00f6pfung in der Tiefe.\u201c<\/em><\/p><p>Besonders die Direktvermarktung von Eiern habe in den vergangenen Jahren geboomt. <em>\u201eDas hei\u00dft aber nicht, dass nun zwei Drittel der Betriebe auf die Direktvermarktung von Eiern umstellen.\u201d<\/em> Eine erfolgreiche Direktvermarktung h\u00e4nge von verschiedenen Faktoren ab, von der Region, dem Marktpotenzial vor Ort und vor allem von der Pers\u00f6nlichkeit des Betriebsleiters. <em>\u201eIn der Rh\u00f6n gibt es eine andere K\u00e4uferschicht als im Speckg\u00fcrtel von M\u00fcnchen\u201c<\/em>, so Mederle. <em>\u201eUnd nicht jeder Landwirt eignet sich als Direktvermarkter.\u201c<\/em><\/p><p>Bildnachweis: Karina Buller<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neues Jahr, neue Chancen, neue Gesch\u00e4ftsfelder. 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